Historie

Die Anfänge
1910 gründete Kaplan Quinders den Turnverein „Deutsche Jugendkraft (DJK).  Die Turngeräte wurden unter Aufwendung eigner Mittel über den Verband der DJK bezogen.

Die erste Vereinstracht war ein einfaches weißes Hemd mit der Aufschrift „DJK“. 1912 nahm man zum ersten Mal an einem Turnfest teil, wo man sogleich im Geräteturnen, in den Laufwettbewerben, im Hochsprung und im Weitsprung erste Erfolge erzielte.

1911 setzte dann der Fußballsportbetrieb ein, zunächst wurde noch in unorganisierter Form auf einer Wiese am Dorfrand gespielt. Zum ersten Spiel kam es erst im Jahr 1914, kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs gegen Leuther Fußballer.

 

Die Reaktivierung der sportlichen Aktivitäten
Nach dem 1. Weltkrieg erweckte Kaplan Gröning die sportlichen Aktivitäten 1919 zu neuem Leben. Die Vereinsfarben waren nun Grün-Weiß und man spielte unter dem Namen „Sportclub Viktoria Herongen“.

Im Jahre 1921 wurde der Sportverein wieder der „Deutschen Jugendkraft“ angeschlossen und erhielt den Namen „Sigmar Herongen“.

Der erste ordnungsgemäße Sportplatz wurde auf dem Buschberg gebaut.

1924 wechselten wieder einmal die Vereinsfarben, diesmal in Schwarz-Gelb.

1928 bis 1933 rückte die Leichtathletik in Herongen wieder in den Vordergrund. Auf einem Sportfest in Hinsbeck, wurden durch Teilnahme am Weitsprung, Hochsprung, Diskuswerfen, Schleduerball, 100m-Lauf, 200m-Lauf, 400m-Lauf und 1500m-Lauf wurden 17 Siegeskränze errungen.

Während der Glanzzeit der Leichtathletik spielten die meisten Herongen Fußballer in Straelen.

1932 waren die Heronger Sportler gezwungen einen neuen Platz herzurichten, da das Sportplatzgrundstück auf dem Buschberg zur Hälfte an die Evangelische Kirchengemeinde Krefeld verkauft wurde.

Am Christi-Himmelfahrtstag 1933 wurde der neue Platz durch Gemeindevorsteher Petje, mit dem ersten Ballanstoß seiner Bestimmung übergeben.

Das Jahr 1933 brachte mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten für den Sportverein einschneidende Änderungen. Die DJK wurde aufgelöst und der Sportverein wurde unter dem Namen „Germania Herongen“ dem Westdeutschen Spielverband angeschlossen.
Gespielt wurde in der Gruppe Viersen. Zu den Auswärtsspielen gelangten die Fußballer meist zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Die politischen Veränderungen machten in den letzten Jahren vor dem 2. Weltkrieg die geleistete Aufbauarbeit zunichte. Sport in einem organisierten Verein zu betreiben war bis zum Ende des Krieges nicht mehr möglich.

 

Neugründung des Sportvereins
Am 22. April 1946 organisierten einige 18 – 22-Jährige einen gemütlichen Abend mit Tanz. Bei dieser Veranstaltung wurde eine Hutsammlung zwecks Neugründung des Sportvereins durchgeführt, welche den Grundstock für die Vereinskasse bildete.

Am 28. April 1946 wurde im Saal Backes durch 31 Mitglieder die Gründung des „SV Blau-Weiß Herongen“ vollzogen.

Am 13. Juli 1946 wurde auf einer Generalversammlung der bis provisorische Vorstand bestehend aus Josef Stickelbrock, Heinrich Stienen, Heinrich Stiels und Paul Frings bestätigt und um Wilhelm Backes, Heinrich Dückers, Karls Otten und Augst Bunse erweitert.

 

Bau des Sportplatzes in Lousienburg
Nach Erledigung aller Formalien, die zur Neugründung des Sportvereins nötig waren, stellte sich die Frage: Wohin kommt unser neuer Sportplatz?

Die Wahl fiel auf ein Waldgelände zwischen Herongen und Louisenburg. Die Arbeiten der Mitglieder begannen sofort, es wurde geplant, gemessen, nivelliert, abgeholzt und gerodet. Berechnungen ergaben, dass 3.500 Kubikmeter Erde bewegt werden mussten, um das Gelände zu ebnen.

Trotz dieser arbeitsreichen Zeit des Sommers 1946 wurde Fußball gespielt. Mit dem TV Wankum ist man übereingekommen, den Sportplatz in der Wankumer Heide zu nutzen. Gespielt wurde gegen Polizei Köln, TV Wankum, SV Straelen und TuS Wachtendonk.

Am 29. Juni 1947 war es endlich soweit, der Sportplatz in Herongen-Louisenburg wurde feierlich eingeweiht.

 

Die Entwicklung in den Jahren bis 1950
In den ersten Jahren, in denen die 1. Mannschaft in der 1. Kreisklasse spielte, waren hohe Zuschauerzahlen keine Seltenheit. Heimspiele wurden von 100 bis 300, in einzelnen Fällen von bis zu 600 Zuschauern besucht.

Im Frühjahr 1948 wurde eine Tischtennisabteilung gegründet, die ersten Spiele fanden allerdings erst 1949 statt.

Die Aktivitäten in der Leichtathletik hatten im Vergleich zu den 30er Jahren nachgelassen. Herausragender Akteur war 1948 der B-Jugendliche Josef Kaysers, welcher über die 400 und 800 Meter Strecken außergewöhnliche Leistungen brachte.

 

Abwechslungsreiche 50er Jahre
1950 zählte die Gemeinde Herongen 1.200 Einwohner, der Sportverein annähernd 150 Mitglieder.

Im selben Jahr nahm auch eine Schülermannschaft den Spielbetrieb auf, bis Anfang der 60iger Jahre gibt es die heute üblichen Altersklassen F und E Junioren nicht.

Die Tischtennisabteilung spielte 1950 noch im kleinen Saal der Metzgerei Trienekens auf der Bergstraße.

1951 stieg die 1. Mannschaft ab, spielt danach in der 2. Kreisklasse eine gute Rolle und schaffte 1953/54 den Aufstieg nur aufgrund der damals üblichen „Aufstiegswertung“ (Spiele gegen sog. 1b-Mannschaften wurden nicht gewertet) nicht.

Für die Sportjugend war das Jahr 1953/54 besonders erfolgreich. Die Schülermannschaft wurde in beiden Jahren Kreismeister. Im Jahr 1953 gegen Alemannia Pfalzdorf und ein Jahr später gegen den SV Griethausen.

Am 23. Januar 1953 kommt es zum Eintrag in das Vereinsregister beim Amtsgericht Kempen, fortan ist der SV BW Herongen ein „eingetragener Verein“ (e.V.).

In der Saison 1958/59 spielte die 1. Mannschaft wieder um den Aufstieg in die 1. Kreisklasse, unterlag aber im Entscheidungsspiel knapp gegen den TuS Kevelaer.

 

Die 60er Jahre
1962 gelang der 1.Mannschaft, die seit 1959 ohne Trainer auskommen musste, der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. 1963 übernahm Hugo Kontzen aus Hinsbeck das Traineramt und blieb bis zum Abstieg 1968 für die 1.Mannschaft verantwortlich.

1963 erhielt der Verein, nach 11 Jahren Schriftverkehr, die Genehmigung für den Bau des lang ersehnten Umkleidegebäudes, das im Juni 1964 fertiggestellt wurde.

Während der Bauarbeiten am Umkleidegebäude beantragte der Vorstand schon die Erneuerung des Sportplatzes und bereits 1967 begannen die Arbeiten am Aschenplatz, welcher am 8. Dezember offiziell eingeweiht wurde.

1967 wurde die Turnriege gegründet (etwa ein Jahr nach Fertigstellung der Turnhalle in Herongen).

 

Auf und Ab in den 70ern
Zum 60jährigen Jubiläum schaffte die 1.Mannschaft den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Die man bis 1974 mit dem Spielertrainer Konrad (Conny) Klein halten konnte.

1974 unterlag man im Entscheidungsspiel um den Klassenhalt gegen Wachtendonk und musste wieder in der 2. Kreisklasse ran.

Conny Klein wechselte  als Spielertrainer zu den Sportfreunden Broekhuysen, wo auch einige junge Fußballer aus Herongen spielten.

1976 kehrte Conny Klein als Spielertrainer zurück nach Herongen und schaffte mit ihm als wichtigem Torschützen 1977 den Wiederaufstieg. Allerdings stieg die Mannschaft in der Saison 1977/78 gleich wieder ab.

Conny Klein trainierte die Mannschaft auch in der 2.Kreisklasse, kündigte aber frühzeitig die Beendigung seiner Trainertätigkeit zum Saisonschluss an.

1979 tritt Hans Janßen als Spielertrainer sein Amt an, welcher zusammen mit Bernahrd Verhaagh vom SC Auwel-Holt, der in der Bezirksklasse spielte, zum SV Herongen wechselte.

Am 30. Oktober 1970 hob der DFB sein Verbot für Frauenfußball auf. 1971 gründete Heinrich Schreurs eine Damenmannschaft. Ihm standen Franz Feierabend und Lothar Paland als Trainer zur Seite. Das erste Spiel wurde im Sommer 1972 gegen die Damen des SV Straelen vor 1000 Zuschauern in Straelen ausgetragen.

1977 kam das Aus für den Damenfußball in Herongen, da der notwendige Unterbau in der Jugendabteilung nicht vorhanden war.

 

Die 80er
Unter Trainer Hans Janßen gelang der 1.Mannschaft des SV Herongen nach einer tollen Erfolgsserie in der Rückrunde der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Man besiegte im Entscheidungsspiel Union Kervenheim mit 4:3.

Erfolgreichster Torschütze dieser Saison war Bernhard Verhaag mit 28 Toren, vor Hans Janßen mit 23 Toren.

Die 2. Mannschaft plazierte sich in den 80ern durchweg im oberen Tabellendrittel. In der Spielserie 1981/82 lieferte sich die Mannschaft ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der 3.Mannschaft des SV Straelen, schießt auch die meisten Tore (122), verpasst aber am Ende den Aufstieg.

1981 wurde erstmals eine 3.Mannschaft gemeldet, welche aber wegen Spielermangels 1983 zurückgezogen wurde.

1982 übernimmt Winand (Winnes) Bouten für 3 Jahre die 1.Mannschaft des SV Herongen als Spielertrainer.

Das 6. Jahr in der Kreisliga A (vorher 1. Kreisklasse) bringt 1986 leider den Abstieg unter Trainer Wilfried Heinen.

1987 kann wieder eine 3.Mannschaft gemeldet werden, trainiert wird diese von Elmar Kaiser.

1989 wird die gute Arbeit von Trainer Uli Clasen (welcher 1986 von Union Wetten zum SV Herongen kam) mit dem Aufstieg und dem Meistertitel belohnt.

In der Saison 1989/90 meldete der SV Herongen zum ersten und einzigen mal in der 100jährigen Vereinsgeschichte eine 4.Mannschaft, welche am Ende der Spielzeit einen hervorragenden 2. Platz in der Kreisliga C erreichte.

Die 2.Mannschaft belegte wieder einmal einen sehr guten 3. Platz und der 7. Platz der 3.Mannschaft war mehr als man erwarten konnte.

Unsere 1. Mannschaft erreichte als Aufsteiger einen Platz im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.

1987 wird mit den Arbeiten an der Clubhaus-Erweiterung begonnen, welches am 18. März 1989 durch Pastor Vianney Boeren eingesegnet wurde.

Gründung der Volleyball-Abteilung
Im März 1988 wird sowohl eine B-Juniorinnen-Mannschaft, als auch eine Damen-Mannschaft gegründet.

Turnen für Kinder
1887 wurden unter der Leitung von Marianne Blum drei Turngruppen ins Leben gerufen. 1989 kommt eine weitere Gruppe von ca. 30 Kindern dazu.

 

Ereignisreiche 90er Jahre
1990 zählte der SV Herongen erstmal über 400 Mitglieder, davon 155 Jugendliche.

Am Ende der Saison 1990/91 belegte die 2.Mannschaft den 2. Tabellenplatz mit sechs Punkten Rückstand. Die 3.Mannschaft wurde mit sieben Punkten Vorsprung Meister. Rainer Conraths hatte mit seinen 35 erzielten Treffern einen maßgeblichen Anteil am Erfolg.

1995 erreichte die 1.Mannschaft mit dem 4. Tabellenplatz in der Kreisliga A das beste Ergebnis seit Jahrzehnten. In den folgenden Jahren platzierte man sich durchweg im oberen Tabellendrittel. In der Saison 1997/98 war es dann endlich soweit, unter Trainer Hans Janßen (nach 15 Jahren wieder an alter Wirkungsstätte) schaffte man durch eine unglaubliche Leistungskonstanz (76 Punkte und 112:18 Tore) den Aufstieg in die Beziksliga.

Jugendsport
Im Jugendbereich konnte durch die geburtenstarken Jahrgänge im Jugendfußball, aber vor allem beim Kinderturnen ein starker Zulauf verzeichnet werden.

Die Jugendmannschaften wurden bis auf wenige Ausnahmen von Mitgliedern der Altherren-Abteilung betreut.

In der Saison 1997/98 spielte die A-Jugend und D-Jugend in der Bestenstaffel. Die C-Jugend verzichtete auf den Aufstieg, weil der Kader zu klein war.

Ab 1997 spielte erstmals eine reine Mädchenmannschaft als F3-Juniorinnen. Da es keine Gruppe für Mädchenfußball in diesem Alter gab, spielte man ausschließlich gegen Jugendmannschaften.

1998 konnten gleich vier F-Juniorenmannschaften zur Meisterschaftsrunde gemeldet werden. Die Mädchen spielten als F2.

 

2000 – 2010
Im Juni 2002 nimmt die seit 2000 geplante Clubhauserweiterung mit dem Richtfest die erste Hürde. Die Einweihung des Clubhaus-Anbaus fand  am 8. Dezember 2002 mit der Einsegnung von Diakon Ludwig Wolf statt.

Nachdem 2004 elf Spieler der 1. Mannschaft unseren Verein verlassen haben, konnte nach 7 Jahren Bezirksligazugehörigkeit, die Klasse nicht gehalten werden und unsere Erste spielte fortan wieder in der Kreisliga A.

30 Jahre nach den ersten Aktivitäten in Sachen Mädchen-/Frauenfußball spielte in der Saison 2005/2006 wieder eine Frauenmannschaft beim SV Herongen. Trainiert wurden die Damen von Roland Pellender und Ingo Harzim.

Nachdem zur Saison 2005/2006 keine 3. Mannschaft gemeldet werden konnte, wurde 2007 wieder eine 3. Mannschaft gemeldet. Den Stamm dieser Mannschaft bildeten die Spieler, die 1998 am Aufstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksliga beteiligt waren. Als Trainer kam natürlich kein anderer als Hans Janßen in Frage. Das Ziel dieser Mannschaft war das gleiche wie 10 Jahre zu vor, die Meisterschaft.

Im Jahr 2007 war der Kader der Frauenmannschaft so groß geworden, das man eine
2. Mannschaft für die folgende Saison meldete. Beide Mannschaften spielten in der Moerser Gruppe. Wegen etlicher, meist verletzungsbedingter Ausfälle, musste die 2. Mannschaft vor Beginn der Rückrunde bedauerlicherweise abgemeldet werden.

In der Saison 2008/2009 lässt unsere Frauenmannschaft aufhorchen, man lieferte sich mit TuS Borth bis zum Ende der Spielserie ein Kopf an Kopf Rennen, verpasst dann aber knapp den Aufstieg.

 


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